Franziska Solte
Dr. Franziska Solte
Seit Februar 2025 ist Franziska Solte wissenschaftliche Mitarbeiterin der Direktion am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris. In dieser Funktion koordiniert sie u. a. das Studienprogramm des Jahresthemas. Ihre Forschungsinteressen gelten künstlerischen, gestalterischen oder theoretischen Phänomenen, die den großen Narrativen entgegenlaufen: sei es in der Performancegeschichte seit den 1970er Jahren, in der Interieurgestaltung der Moderne oder in der französischen Kunst des 18. Jahrhunderts.
Forschungsschwerpunkte
- (Un)Sichtbarkeiten der ›traite atlantique‹ in der französischen Kunst zwischen dem Code Noir (1685) und dem zweiten französischen Abolitionsdekret (1848)
- Theorie und Geschichte der Performancekunst
- Interieurgestaltung der (technischen) Moderne
Zur Person
Werdegang
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Direktion am Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Paris (seit Februar 2025)
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Kunst und neue Medien am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin (2018–2024 Pre-Doc, 2024–2025 Post-Doc)
- Dissertation: Code, Sprache, Spiel. Die Performance regelbasierter Ordnungen in der US-amerikanischen Kunst der 1970er und frühen 1980er Jahre. Mit einem Fokus auf Arbeiten von Ericka Beckman, Guy de Cointet, Mike Kelley und Stuart Sherman. Betreuung: Prof. Dr. Charlotte Klonk und Prof. Dr. Juliane Rebentisch (»summa cum laude« , 2024, ausgezeichnet mit dem Rudolf-Arnheim Preis des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin)
- Stipendiatin der Elsa-Neumann-Stiftung des Landes Berlin (2016–2018) und des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (2016–2017)
- Gastwissenschaftlerin am Department for Theatre and Performance Studies, Brown University, Providence (2016–2017)
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt »Mobile Räume« des Exzellenzclusters Bild, Wissen, Gestaltung, Humboldt-Universität, Berlin (2013–2016)
- Künstlerische Leitung des Kunstvereins Harburger Bahnhof, Hamburg (gemeinsam mit Isabelle Busch, 2011–2014)
- Kuratorische Assistentin an den KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2009–2010)
- Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität, abgeschlossen mit einer Magisterarbeit zur Interieurgestaltung von Flugzeugen im Verhältnis zu Risiko und Vertrauen (2009)
Stipendien, Gastaufenthalte, Fellowships
- Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts für einen einjährigen Forschungsaufenthalt in den USA (2016–2017)
- Promotionsstipendium der Elsa-Neumann-Stiftung des Landes Berlin (2016–2018)
Publikationen
Monographien
- Code, Sprache, Spiel. Die Performance regelbasierter Ordnungen in der US-amerikanischen Kunst der 1970er und 1980er Jahre, München: Edition Metzel, 2026 (in Vorbereitung)
Herausgeberschaft
- Museumslücken, hrsg. zus. mit Julia Voss, Berlin: Schlaufen Verlag, 2025
- Is This Where It Ends? Kunstverein Harburger Bahnhof 2011–2014, hrsg. zus. mit Isabelle Busch, Hamburg: textem Verlag, 2015
- Kerstin Cmelka, hrsg. zus. mit Isabelle Busch und Sandro Droschl, Nürnberg: Verlag für moderne Kunst, 2013
- Haroon Mirza ---{}{}{}, hrsg. zus. mit Heike Catherina Mertens, Berlin: Argobooks, 2012
- Metropolitan Views. Kunstszenen in Berlin und London, hrsg. zus. mit Conny Becker, Charlotte Klonk und Friederike Schäfer, München/Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2008
Aufsätze in Zeitschriften
- »L’art et les (post-)esclavages«, in: Critique d’art, 64/2025, S. 48-62
- »Guy de Cointet: The Theatricality of the Code«, in: Signata, 11/2020 (Themenheft: Le sens de la performance : à partir des arts vivants, peer-reviewed)
Aufsätze in Sammelbänden und Katalogen
- »Das Kunstwerk ist abwesend. Guillon Lethière im Louvre«, in: Museumslücken, hrsg. zus. mit Julia Voss, Berlin: Schlaufen Verlag, 2025, S. 70-73
- »The Missing Object and the Object Fantasy. Thoughts on the Super-8 Trilogy (1978–1981) by Ericka Beckman«, in: Object Fantasies: Forms & Fictions, hrsg. von Philippe Cordez, Julia Saviello (et al.), München: De Gruyter, 2018, S. 175–190
- »Standard«, in: Robert Eberhard: Standard, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2016 (Künstlerbuch, o. S.)
- »Grenzenlos banal? Das Raumdesign der Junkers-Flugzeuge zwischen 1919 und 1937«, in: Junkers Dessau. Fotografie und Werbegrafik, hrsg. von Hans Georg Hiller von Gaertringen, Göttingen: Steidl Verlag, 2010, S. 121–130
Lexikoneinträge
- »Sylvia Palacios Whitman«, in: Allgemeines Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank, hrsg. von Andreas Beyer, Bénédicte Savoy und Wolf Tegethoff, Berlin/ New York 2022
Ausstellungen
- Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg (2011–2014): Ausstellungen mit u.a. Leonor Antunes, Sunah Choi, Kerstin Cmelka, Yael Davids, Adrian Lohmüller, Babette Mangolte, Haroon Mirza, Melvin Moti, Shahryar Nashat, Stuart Sherman
- Humboldt-Universität zu Berlin (2014): Expanding the Grid mit Sunah Choi, Dóra Maurer, Laura McLardy, Bernd Trasberger, Tilman Wendland und einer Dokumentation von Dance (Lucinda Childs, Philip Glass und Sol LeWitt)
- Schering Stiftung, Berlin (2012): Haroon Mirza: --{}{}{} {}--{}{}{}{}--{}
Lehre
Regelmäßige Lehre zwischen 2018 und 2025 am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität mit den Schwerpunkten:
- Kunst und Ausstellungspraxis seit den 1960er Jahren
- Theorie und Geschichte der Performancekunst
- Materialsemantik
2014: Fakultätspreis für gute Lehre für das Seminar Material. Einführung in die Kunst- und Bildgeschichte (im Rahmen des Lehrmoduls Methoden, Medien, Material, Muster zus. mit Prof. Dr. Charlotte Klonk, Dr. Matthias Bruhn, Stefanie Gerke M.A.)
2024: Nominierung für den Fakultätspreis für gute Lehre für das Seminar “My working will be the work”: Arbeitsökonomien in der Performancekunst seit den 1970er Jahren