Surrealismusforschung am DFK Paris

Surrealismusforschung am DFK Paris

Die Forschung zum Surrealismus ist seit vielen Jahren am DFK Paris fest verankert. In diesem Rahmen sind zahlreiche Ausstellungen, Künstlermonographien und Sammelbände, Tagungen, Workshops und Exkursionen entstanden. Ein besonderes Anliegen ist darüber hinaus die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bildeten die am DFK organisierten Veranstaltungen einen ersten Zugang zur internationalen Surrealismusforschung und eröffneten Möglichkeiten zur Vernetzung, zur Präsentation eigener Forschungsergebnisse und zu ersten Publikationen.

Die langjährige Beschäftigung mit dem Surrealismus hat dazu beigetragen, neue Forschungsfragen zu erschließen und bislang wenig erforschte Bereiche stärker in den Fokus zu rücken. Dazu zählen Untersuchungen zum Kunstmarkt, zu Galerien und ökonomischen Netzwerken (Le surréalisme et l’argent, 2015-2021) ebenso wie Forschungen zu den außereuropäischen Resonanzräumen des Surrealismus in Nordafrika und Westasien. Im Zentrum der aktuellen Forschungen steht der Surrealismus als eine Denkform der Beziehungen und Verflechtungen (Ökologien des Surrealismus, seit 2019). Ein weiterer Forschungsschwerpunkt gilt der Surrealistin, Sammlerin und Galeristin Simone Kahn (seit 2021), deren zentrale Rolle für die Entstehung und Entwicklung des Surrealismus lange Zeit in der Historiographie der Bewegung nur unzureichend berücksichtigt wurde.

Die aus den verschiedenen Kooperationen entstandenen Netzwerke zu Universitäten (Sorbonne Nouvelle, Université Lyon-Saint-Étienne, Paris Nanterre, Universität Leipzig und Gießen, Edinburgh College of Art) und Forschungseinrichtungen (Getty Research Institute) wurden durch Museumskooperationen (Fondation Beyeler, Riehen/Basel; Albertina, Wien; Musée d’Orsay, Paris; Musée des Beaux-Arts, Tours; Max Ernst-Museum des LVR, Brühl; Moderna Museet, Stockholm; Museum Lousiana, Humblebaek) ergänzt. Die Zusammenarbeit mit einschlägigen Fachverbänden wie TIAMSA (The International Art Market Studies Association), Association Atelier André Breton, Centre International du Surréalisme et de la Citoyenneté Mondiale in Saint-Cirq-Lapopie und ISSS (International Society for the Study of Surrealism) sind Teil einer Internationalisierung der Surrealismusforschung, die zuletzt in Kooperationen mit der ISSS, der American University of Paris sowie der Université Sorbonne Nouvelle und der Université Lyon-Saint-Étienne mündete (6th International Congress Surréalisms Paris 2024). 

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Dr. Julia Drost

Dr. Julia Drost

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